EWERDT HILGEMANN: transformations

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28.05. – 08.07.2017

Ewerdt Hilgemann, der 1938 in Witten geboren wurde und heute in Amsterdam lebt, zählt zu den bekanntesten und international gefragtesten Stahlbildhauern in Europa. Seit mehr als einem halben Jahrhundert geht er in seinem Werk radikal über die Grenzen der traditionellen Bildhauerei hinaus. Nach ersten Strukturarbeiten in den 1960er Jahren, die noch der Op Art und ZERO nahe standen, experimentierte Hilgemann in den 1970er Jahren mit dem Zufallsmoment und sogar mit dem Mittel der Sprengung. 1984 beginnt dann die Werkgruppe der „Implosionen“, Transformationen von Edelstahlvolumen, die durch den Einsatz von Unterdruck entstehen und die seitdem zu seinem Markenzeichen geworden sind. Die Kombination aus genau geplantem und hyperpräzise verarbeitetem Edelstahlkörper und der durch bloßen Unterdruck erzeugten zufälligen Faltung dieses so unzerstörbar wirkenden Stahlkörpers macht den besonderen Reiz seiner Arbeiten aus. Die imposanten „Implosionen“ von Hilgemann finden sich heute in vielen Museen und auf öffentlichen Plätzen weltweit. 2014 präsentierte er sieben großformatige Skulpturengruppen auf dem Mittelstreifen der Park Avenue in New York, aktuell ist er in den Großausstellungen „artZuid“ in Amsterdam, „100 years de stijl“ in Leiden und „Blickachsen“ in Bad Homburg vertreten. Die Galerie Geiger zeigt in ihrer ersten Konstanzer Einzelausstellung Hilgemanns einen Querschnitt durch sein Schaffen, wobei auch einige kleinere Versionen jener Werke zu sehen sind, die in seinem „Park Avenue Project“ in New York dabei waren.

HEINZ MACK – LIGHT AND MATTER

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19.03. – 20.05. 2017

Der ZERO-Gründer und Licht-Künstler Heinz Mack gehört zu den wegweisenden Protagonisten der europäischen Kunstgeschichte nach 1945. Die großen ZERO-Ausstellungen im New Yorker Solomon R. Guggenheim Museum, dem Berliner Martin-Gropius-Bau und dem Amsterdamer Stedelijk Museum haben die prägende Rolle, die Heinz Mack innerhalb der Avantgarde-Kunst der Sechziger Jahre spielte, untermauert. Heinz Macks Werke finden sich heute in nahezu allen großen Museen der Welt, seine Land Art-Projekte in der Wüste haben Maßstäbe gesetzt und sein enormer Einfluss auf nachfolgende Generationen wird heute immer deutlicher sichtbar.
Die Galerie Geiger begleitet das Werk von Heinz Mack nun schon seit zwei Jahrzehnten und ist stolz, bereits ihre achte Einzelausstellung dieses international gefeierten Künstlers präsentieren zu können. Die Ausstellung wurde in direkter Zusammenarbeit mit Heinz Mack konzipiert und versammelt Leinwände und Pastelle sowie ausgewählte keramische Arbeiten des Künstlers, die als große, in sich geschlossene Werkgruppe vor genau 20 Jahren entstanden sind und bislang nur selten öffentlich gezeigt wurden.

Zur Ausstellung erscheint ein Katalog (64 Seiten, 29 Abbildungen, Deutsch/Englisch) mit einen Essay von Stephan Geiger.

 

Günther C. Kirchberger: Powerful – Arbeiten des Spätwerks

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22.01. – 08.03. 2017

Als Günther C. Kirchberger 2010 in Bad Boll stirbt, ahnen die wenigsten, dass dieser stille Künstler einst zu den progressivsten und bestvernetzten Avantgardisten in Deutschland zählte. Bereits 1956 kommt er nach London, mitten hinein in die internationale Kunstszene. Als einer der wenigen deutschen Künstler sieht er die berühmte Gründungsausstellung der britischen Pop Art „This is Tomorrow“ und freundet sich mit deren Kurator Lawrence Alloway an, der bald darauf am Guggenheim Museum in New York Kunstgeschichte schreiben wird. Im Januar 1957 ist Günther C. Kirchberger dann zum ersten Mal selbst in einer Ausstellung des berühmten Londoner New Vision Centre vertreten. In der Folge wird er zum zentralen Netzwerker, der für seine Stuttgarter Künstlerfreunde zahlreiche Kontakte vermittelt. Ab 1960 ist er in immer mehr internationalen Ausstellungen vertreten. Seine radikalen Hard Edge-Arbeiten und seine konzeptuellen „Do-it-yourself“-Bilder finden bei Kritikern große Beachtung. Als Konsequenz dieser frühen Erfolge erhält Günther C. Kirchberger 1963 den Ruf an die Werkkunstschule nach Krefeld, wo er bis 1995 als Professor unterrichtet und zahlreiche junge Künstler – darunter den späteren Starfotografen Peter Lindbergh – in die Formgestaltung einführt. Die Galerie Geiger, die den Nachlass des Künstlers betreut, zeigt nun Leinwandarbeiten aus dem Spätwerk des Künstlers, deren kraftvolle Bildsprache deutlich macht, warum die Forschung Kirchberger mittlerweile zu den zentralen Figuren der süddeutschen Kunstgeschichte nach 1945 zählt.

ZEITLOS GUT!

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03.12. 2016 – 14.01.2017

Werke von Armando, Bernard Aubertin, Hans Jörg Glattfelder, Ewerdt Hilgemann, Ferdinand Kriwet, Heinz Mack, Christian Megert, Georg Karl Pfahler, herman de vries

Works by Armando, Bernard Aubertin, Hans Jörg Glattfelder, Ewerdt Hilgemann, Ferdinand Kriwet, Heinz Mack, Christian Megert, Georg Karl Pfahler, herman de vries

Herman de Vries: all in one – one in all

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08.10. – 26.11. 2016

2015 gehörte der von ihm bespielte Niederländische Pavillon zu den Highlights der Biennale in Venedig, 2016 präsentiert die Galerie Geiger Werke des Künstlers in Konstanz. herman de vries zählt seit 60 Jahren zu den aktivsten Vertretern der Avantgarde in Europa. Mit seinen zentralen Beiträgen zu ZERO, zur Concept Art und zur Land Art hat der 1931 in den Niederlanden geborene Künstler Kunstgeschichte geschrieben. Dabei ist de vries – unbeeindruckt von allen Moden – stets seinen ganz eigenen Weg gegangen und hat ein Werk von großer Stringenz und Authentizität geschaffen. Durch die glanzvollen ZERO-Retrospektiven in New York, Berlin und Amsterdam sowie seine vielbeachtete Präsentation auf der Biennale von Venedig haben seine meist stillen Werke nun auch die ganz große Bühne der internationalen Kunstszene betreten. Als einer der ersten Künstler hat herman de vries in den 1970er Jahren die Natur zum integralen Bestandteil seiner Kunst gemacht und auf die schlichte Schönheit – aber auch Fragilität und Gefährdung – unserer natürlichen Umwelt hingewiesen. Die aktuelle Ausstellung zeigt ausgewählte Werke aus fünf Jahrzehnten, die den besonderen Weg dieses Ausnahmekünstlers nachzeichnen.

Zur Ausstellung erscheint ein Katalog (64 Seiten, 30 Abbildungen, Deutsch/Englisch) mit einem Essay von Stephan Geiger.

 

Marcello Morandini – L’Arte delle forme

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27.08. – 01.0. 2016

Er ist der Meister der eleganten Linie, des rhythmisierten Wechselspiels von Schwarz und Weiß. Seit seinen Anfängen als Protagonist der Op Art in den Sechziger Jahren gehört Marcello Morandini zu den markantesten Künstlern in Europa. Bereits 1968 war der 1940 in Mantua geborene Künstler auf der Biennale von Venedig vertreten, 1977 nahm er an der documenta in Kassel teil. In den letzten fünf Jahrzehnten hat Morandini nicht nur die konstruktive Kunst mit seinen hochpräzisen und ästhetisch eindringlichen Werken bereichert, sondern ist auch durch zahlreiche, international gefeierte Design-Entwürfe (u. a. für das Rosenthal Studio) einer breiten Öffentlichkeit bekannt geworden. In ihrer zweiten Einzelausstellung des Künstlers präsentiert die Galerie Geiger einen hochkarätigen Querschnitt durch sein Schaffen, der Skulpturen, Reliefs und Bildtafeln von 1971 bis 2016 versammelt. Eine weitere Besonderheit ist ein von Morandini gestaltetes Möbelobjekt in limitierter Auflage, das hier zum ersten Mal in Deutschland präsentiert wird.

YOUNG COLLECTOR’S CHOICE 16

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02.07. – 13.08. 2016

 

Arbeiten von Bernard Aubertin, Hans Jörg Glattfelder, Ewerdt Hilgemann, Heinz Mack, Beat Maeschi, Christian Megert, Boris Petrovsky, Georg Karl Pfahler, Otto Piene, Uli Pohl, Babak Saed, Reiner Seliger, Anton Stankowski und herman de vries

 

Works by Bernard Aubertin, Hans Jörg Glattfelder, Ewerdt Hilgemann, Heinz Mack, Beat Maeschi, Christian Megert, Boris Petrovsky, Georg Karl Pfahler, Otto Piene, Uli Pohl, Babak Saed, Reiner Seliger, Anton Stankowski and herman de vries

Daniel Spoerri – Orakeltafeln und Waschbretter

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07.05. – 25.06. 2016

Gründungsmitglied der Nouveaux Réalistes, Erfinder der Eat Art, Urheber des Multiples, Protagonist der ZERO-Bewegung, Hauptvertreter der Objekt-Kunst – Daniel Spoerri gehört zweifellos zu den vielseitigsten und einflussreichsten Künstlern des 20. Jahrhunderts. Bereits 1961 schrieb er mit seinen im New Yorker Museum of Modern Art gezeigten „Fallenbildern“ Kunstgeschichte. Die damals in der amerikanischen Presse ausgetragene Kontroverse um seine aus Alltagsgegenständen bestehenden Werke machte Spoerri schlagartig international bekannt und ebnete zugleich der aufkommenden amerikanischen Pop Art den Weg. Die Konstanzer Galerie Geiger, die mit Daniel Spoerri seit zwei Jahrzehnten eng verbunden ist, präsentiert in ihrer sechsten Einzelausstellung des Künstlers ganz neue Werke, die eindrucksvoll zeigen, dass der „Handlanger des Zufalls“ – wie er sich selbst gern bezeichnet – auch mit 86 Jahren immer noch mit jugendlicher Neugier den Alltagsdingen begegnet. Wie meisterhaft-souverän und zugleich spielerisch-frech Spoerri die Technik der Assemblage heute einsetzt, zeigt die Serie der sogenannten „Waschrumpeln“, in der er auf Flohmärkten gesammelte alte Waschbretter zum Bildgrund für anspielungsreiche Objektkombinationen verwandelt, die wohl auch seinem väterlichen Freund Marcel Duchamp ein verschmitztes Lächeln entlockt hätten. Ebenfalls mit einer Prise dadaistischen Geistes gewürzt ist die zweite gezeigte Werkgruppe, die Spoerri als „Orakeltafeln“ bezeichnet und die in Konstanz erstmals öffentlich gezeigt werden. In Größe und Form klassischen Schultafeln nachempfunden, kombinieren sie auf geistreiche Weise skurrile Fundobjekte mit Wortfragmenten, die eine semantische Nähe aufweisen.

ARMANDO – Im Laufe der Zeit

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05.03. – 30.04. 2016

ARMANDO gehört zu den Ausnahmeerscheinungen der niederländischen Kunst nach 1945. Seit über 60 Jahren ist der Multikünstler nun aktiv, arbeitet er als Schriftsteller, Musiker, Filmemacher, Bildhauer und – vor allem – als Maler. Bereits seine erste Ausstellung 1954 fand in der Kunstwelt große Aufmerksamkeit. Mit seinen wilden eruptiven Zeichnungen und Bildern wurde er bald zum Hauptvertreter der neuen, informellen Malerei in den Niederlanden. Bereits in den 1950er Jahren wurden seine Werke im berühmten Stedeljik Museum im Amsterdam und bald schon auch in Belgien, Deutschland, England und der Schweiz gezeigt. 1960 gehörte ARMANDO zu den Gründern der Gruppe NUL, dem niederländischen Zweig der internationalen ZERO-Bewegung und schuf Werke von minimalistischer Strenge und formaler Radikalität. Ende der 1970er Jahre war er dann maßgeblich an der Etablierung einer neuen expressiven Malerei in Europa beteiligt. ARMANDO entwickelte in jener Zeit eine ganz spezifische malerische Handschrift, die durch ihren haptisch fesselnden Farbauftrag und ihre eindrückliche Themen fasziniert. Wenig später präsentierte das Museum of Modern Art in New York seine Werke dann in einer einflussreichen Überblicksschau als zentrale Beispiele für die neue expressive Tendenz in der Gegenwartskunst. Im Verlauf der 1980er Jahre ist ARMANDO an zahlreichen weiteren internationalen Großausstellungen beteiligt. So nahm er 1982 an der documenta in Kassel teil und vertrat 1984 die Niederlande auf der Biennale in Venedig. Die Galerie Geiger zeigt in ihrer ersten Einzelausstellung des Künstlers einen Werkquerschnitt, der von den 1950er Jahren bis ins aktuelle Schaffen hinein reicht.

Hans Jörg Glattfelder – Through Time and Space

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09.01. – 27.02. 2016

Seit über einem halben Jahrhundert gehört Hans Jörg Glattfelder nun schon zu den bekanntesten Vertretern der Konstruktiven Kunst. Bereits in den Sechziger Jahren wurde Glattfelder mit seinen der Op Art nahe stehenden „Pyramiden-Reliefs“ international bekannt. In den Siebziger Jahren hat er dann mit den sog. „Nichteuklidischen Metaphern“ eine weitere Werkgruppe geschaffen, die sich durch visuelle Innovation und hohe Eigenständigkeit auszeichnet. Die beiden großen Retrospektiven im Museum Haus Konstruktiv in Zürich (2013) und im Vasarely Museum in Budapest (2014) haben seine Bedeutung als maßgeblichen Repräsentanten und wichtigen Erneuerer der Konstruktiven Kunst eindrucksvoll unterstrichen. Seine Werke finden sich heute in zahlreichen Museen von Buenos Aires bis Zürich und werden auch immer häufiger in internationalen Auktionen gehandelt. Dabei hat Glattfelder selbst niemals auf den Markt geschielt, sondern stets konsequent an seiner Idee von einer neuen, zeitgemäßen, konstruktiven Kunst gearbeitet. Seine kunsthistorische Bedeutung liegt darin, dass Hans Jörg Glattfelder sich bereits früh mit den nichteuklidischen Raumvorstellungen der modernen Physik auseinandergesetzt und diese konsequent in sein Schaffen einbezogen hat. Die Galerie Geiger hat in ihrer vierten Einzelausstellung des Künstlers herausragende Werke aus sämtlichen wichtigen Schaffensphasen versammelt, die es erlauben, die Entwicklung von Glattfelders Gesamtwerk – und die darin liegende Innovationskraft für die Konstruktive Kunst insgesamt – nachzuvollziehen.

Alle ausgestellten Werke sind im zweisprachigen Katalog abgebildet, der eigens zu dieser Ausstellung erscheint (Hardcover, Deut./Engl., 64 Seiten).